
salon claudine Le Figaro
oder absolut Hair-Phobie.
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salon claudine Schönheit und
Verbrechen
Claudines 5 beste Beauty-Produkte [...]
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BIG Hair
is back.

Größer, spitzer, weiter, XXL, oversized: Die coolen Eighties tänzelten modisch gerne am schmalen Grat zwischen simpler Geschmacklosigkeit und optischer Körperdeformation. Zu Preisboxerschultern, meterlangen ultraspitzen Harlekinschuhen und in Leggings gepferchten Wurstbeinen passte logischerweise nur eines: ein großer Kopf. Obwohl hoch aufgetürmte Haarprachten schon in den 70ies mit Farah Fawcetts Fransenmähne und Joan Collins Helmfrisur erste Triumphe feierten, erlebten sie in der 80er-Dekade eindeutig die Hochblüte.
Big Hair ist also angesagt und die Aussicht nach Jahren des unspektakulären Natural Looks, der Out-of-Bed- und total unfrisiert wirkenden Frisuren hat auch etwas Verlockendes: 1. Man kann sein Alexis Carrington-Kindheitstrauma aufarbeiten, 2. sich wieder ohne Ausreden stundenlang mit sich selbst beschäftigen und 3. endlich wie Melanie Griffith, Kim Wilde oder Duran Duran aussehen.
Dafür benötigt man außer Zeit nur ein paar Utensilien, von deren Existenz man bislang nichts wusste oder schon wieder vergessen hat: einen Toupierkamm (unbedingt ausmotten!); (für Die-hard-Fashionistas) zwei Kilo große, kleine, harte und softe Lockenwickler; einen leistungsstarken Föhn und Unmengen an Stylingprodukten. Wichtig: Hat man alle Haare aufwändig nach oben und hinten geföhnt und toupiert, zupft man in stundenlanger Kleinarbeit winzige Fransen heraus und arrangiert sie kunstvoll und leicht assymmetrisch ums Gesicht. Lässig mit Tonnen von Spray fixieren.
Die richtige Anwendung ist easy: Einfach alles oben Genannte gleichzeitig hinter-, mit- und nebeneinander kombinieren, bis jede Strähne entgegen den Gesetzen der Schwerkraft aufgeschichtet ist. Die Konsistenz ist dann richtig, wenn sich die nun pickigen Strähnen irgendwo zwischen Kunststroh und betonhart bewegen. Für die optimale Klebrigkeit schwören eingeweihte Profis wie Claudine übrigens auf Zuckerwasser als ultimativen Festiger. Dafür übersteht das dann nicht nur Paris, Mailand und New York bei jedem Wetter, sondern auch mittlere Erdbeben, Orkane, das flammende Inferno und ausgelassenes Pogotanzen. Nur aus diesem Grund erfanden Konzerne uverzichtbare Kosmetika wie den Haarlack. Tipp: Verwenden Sie grundsätzlich nur Style-Mittel, die den markigen Zusatz "extrastrong", "ultrahard", "X-treme" oder "longlast" enthalten.
Neben dem unschätzbaren Vorteil, dass man mit aufgeföhnten Mähnen selbst als Zwerg nicht mehr übersehen werden kann, ist auch die Variationsbreite an Frisuren kaum zu toppen. Nur ein paar geschickte Handgriffe, die Wahl der Haarfarbe und Stylinghilfen sowie der Einsatz von Meschen entscheiden über hot oder not, verklemmt oder Glam. Bei Big Hair ist einfach alles drin: vom bretterharten Yuppie-Dame-meets-Sekretärin-Helm, dem fetzig zerzausten Punkrock-Girlie und blauschwarz colorierten Gothic-Vamp bis zur mondänen Material-Girl-Diva. Hauptsache, groß und künstlich, denn merke: Natürlichkeit ist der Feind wahrer Schönheit.
by Meriwether
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