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kitten angst
it's the
stulpen!
They're so hot right now!
Es gibt Accessoires, die kann man gar nicht verstehen. Das sind Dinge, die den Körper im Grunde verformen. Extremitäten verdicken. Kleidung vorgaukeln, wo keine ist. Oder dick auftragen, wo's nicht notwendig ist. Fantasiearme Modernitätsverweigerer nennen sie Legwarmers und pulloverlose Ärmel. Ich nenne sie Stulpen - wollene Arm- und Bein-Schlauchkleidchen. Die Initiation passierte in der Vorpubertät, im hässlichen 80s-Provinzmodesumpf. Selbst gestrickt, passend zum omnipräsenten Fransenschal, klebten sie damals statisch aufgeladen auf hautengen Cordhosen oder pluderten gemeingefährliche Karottenjeans bis zur Kotzgrenze.
Heute in der Postpostpubertät lasse ich stricken: Schwedische Diskonter-Strickmaschinen oder Wiener Jungdesignerinnen, mir doch egal. Her mit den Stulpen. In der Armvariante endlich die passende Ergänzung zur bisher völlig absurden Anschaffung "Ärmelloser Wollrollkragenpulli", der so dem Caritas-Sack noch einmal entronnen ist. Yeah, gebt mir Billig-Beinstulpen und ich mach euch die Avantgarde-Fashionista (AF). Bei Minusgraden zu Rock, Strumpfhose und offenen Schuhen getragen lassen sie den männlichen Teil der Bevölkerung erschauern und AF-Kolleginnen gierig nach Luft schnappen.
Völlige Kombinationsfreiheit herrscht in der Farbwahl, jeglicher Hippie-Touch ist allerdings ein absolutes No-No. Im Selbstversuch getestet wurden pinkfarbene Armstulpen zu braunem Anorak (trieben dem Mann an meiner Seite den kalten Schweiß auf die Stirn) und bleichbeige Lochmuster-Legwarmers zu rot-brauner Netzstrumpfhose und dekonstruiertem, assymmetrischem Lederrock (100% Japanische-Touristin-Cuteness-Appeal).
Noch immer keine gekauft? Ohmigod, natürlich sind sie auch warm, herrje!
Und Kittens Lieblingstante Peaches trägt sie auch. Na denn!
by Claudine
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